Abwasserbehandlung mit der TFR-Technologie

Mit Abwasser berieseltes Trägermaterial
Mit Abwasser berieseltes Trägermaterial

TFR steht für das Trickle-Flow-Reactor Prinzip oder auch Rieselstromprinzip. Dieses arbeitet mit einem kleinkörnigen, sehr leichten Trägermaterial, welches innerhalb weniger Tage mit einer hochaktiven und an die jeweiligen Bedingungen adaptierten Mischpopulation umwächst. Die Trägermaterialschüttung befindet sich im Gegensatz zu anderen Verfahren nicht innerhalb eines geschlossenen Wasserkörpers. Somit wird eine ausreichende Sauerstoffversorgung dank der TFR-Technologie mit wenig Aufwand ermöglicht. Dazu wird in Gegenrichtung zu dem kontinuierlich zulaufenden und im Kreislauf von oben über die Schüttung rieselnden Abwasser über einen Ventilator Umgebungsluft mit minimalen Druck zugegeben.

 

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Abwassertechnik - Abwasserbehandlung mit dem TFR Bioreaktor
Abwasser rieselt von oben nach unten im TFR Bioreaktor
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Aufwuchsträger mit Bewuchs
Aufwuchsträger mit Bewuchs

Abwassertechnik mit leichtem Trägermaterial

Das Trägermaterial unserer Anlagen ist biologisch, chemisch sowie mechanisch stabil. Nachwachsende Biomasse wird mit einer vollautomatischen Spülung regelmäßig aus dem System mit dem Abwasser ausgetragen. Die hohe Dichte an Mikroorganismen sowie die optimalen Bedingungen für den Übergang zwischen Biomasse, Wasserschadstoffen und Sauerstoff im Überschuss, bilden die Grundlage für eine sehr hohe und stabile biologische Abbauleistung der Abwasseranlagen.

Kein Belebtschlammverfahren und kein Tropfkörperfilter

Anfang der 90er Jahre gab es in Deutschland eine Verschärfung der Richtlinien für die Direkt- und Indirekteinleitung von Abwasser. Der Abbau von Kohlenstoff war nun nicht mehr ausreichend. Die Elimination von Stickstoff und teilweise von Phosphor waren die neuen Herausforderungen an die damals weitverbreiteten, klassischen Tropfkörperanlagen. Mit diesen neuen Anforderungen waren die Anlagen in alter Bauweise jedoch überfordert, weshalb ein Verfahrenswechsel hin zum komplexen Belebtschlammverfahren stattfand. Schlammpumpwerke, Zulauf- bzw. Rücklaufschlammförderung und SPS-geregelte Belüftungsphasen zur Steuerung der Nitrifikation und Denitrifikation lösten das einfache Tropfkörperprinzip ab.

Die neue Komplexität der Abwassertechnik führte aber auch zu neuen Problemen bei der Abwasserreinigung. Blähschlamm mit dem einhergehenden Verlust von Biomasse, oder Schwimmschlamm auf dem Abwasser, der zu ungewolltem Schlammabtrieb führt und die Ablaufwerte nachteilig beeinflusst, waren neue Herausforderungen. Ebenso stieg mit dem neuen Verfahren zur Abwasserbehandlung der Energiebedarf der Kläranlagen, ausgelöst durch die aufwändigere Sauerstoffversorgung und Überdimensionierung der Anlagen.

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Abwasser mit großer Leistung und geringem Verbrauch behandeln
Abwasserbehandlung mit große Leistung bei kleiner Verbrauch

Abwasserbehandlung mit großer Leistung bei geringem Verbrauch

Je komplizierter die Technik, desto größer die Störanfälligkeit und desto höher der Wartungs- und Bedienaufwand. Warum also nicht auf das verzichten, was überflüssig ist, und auf das konzentrieren, was wirklich notwendig ist und den Betrieb zuverlässig macht? Wir nennen das: "Abwasserbehandlung nach Maß" und unsere TFR-Technologie basiert auf diesem Prinzip.

Wir verzichten auf eine schwere Wassersäule und somit auf große Wandstärken und eine ineffiziente Belüftung mit hohem Energieaufwand. Dafür nutzen wir ein sehr leichtes Trägermaterial, welches aufgrund von Form und Größe nicht nur eine sehr große Bewuchsfläche für Bakterien mit hohem Schlammalter darstellt, sondern ebenso über ein ideales Verhältnis zwischen Volumen und Oberfläche verfügt. Noch mehr Energieeffizienz erreichen Kunden von DAS mit einen speziellen Plattenwärmetauscher für Abwässer mit hoher Feststoffbelastung.

Vorteile

  • Effektive und energiesparende Belüftung
  • Besonders geringer Platzbedarf
  • Leichte Konstruktion auch auf Zwischendecken möglich
  • Hohe Flexibilität bei Belastungsschwankungen
  • Schnelle Montage
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Vollständig automatisierte Prozesssteuerung
  • Kombinierbar mit allen klassischen Abwasserverfahren

Anwendungsbereiche

  • Reduktion organischer Belastungen (CSB/BSB5-Abbau)
  • Nitrifikation (Ammonium-Abbau)
  • Denitrifikation (Abbau von Nitrat)
  • Teilstrombehandlung
  • Komplettbehandlung zur Direkt- oder Indirekteinleitung
  • Wasseraufbereitung und Mehrfachnutzung
  • Anlagen-Neubau, Erweiterung und Sanierung

 

 

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Ausgewählte Anwendungsbeispiele für den Einsatz der TFR-Technologie

AufgabeAbwassercharakteristikZiel
Indirekteinleitung
Vorbehandlung vor Einleitung in Kanalisation  

Industrieabwässer biologisch leicht bis biologisch schwer abbaubar


< 600 mg/l CSB
< 400 mg/l BSB5

Direkteinleitung
Behandlung vor Direkteinleitung in ein Gewässer

Industrie- und kommunale Abwässer
biologisch leicht bis biologisch schwer abbaubar


< 100 mg/l CSB
< 25 mg/l BSB5

Wiederverwendung
Bewässerung (zum Beispiel in ariden Zonen)


Brauchwasser


Gering konzentrierte Abwässer und kommunale Abwässer


Industrieabwässer


< 20 mg/l CSB
< 10 mg/l BSB5

Stickstoffentfernung
Stark ammoniumbelastete Industrieäbwasser

< 2 mg/l NH4-N

Produktfamilie für die biologische Abwasserbehandlung

TFR industrialTFR municipalTFR mobileTFR pilot
Merkmale/ Anwendung
  • Unser "Bestseller" der TFR Familie
  • Modulare Konfiguration in verschiedenen Baugrößen
  • Vielfältig konfigurierbar
    und flexibel erweiterbar
  • Speziell entwickelt für kleinere kommunale Abwassermengen
  • Einsetzbar für Siedlungsgebiete, Hotels, Kliniken, Hochhäuser
  • Optimal abgestimmt auf kleine Absetz- und Speichergruben
  • Die flexible Lösung für temporäre Einsatzfälle
  • Komplett vormontiert und getestet ab Werk
  • Eingebaut in Standardcontainer 20” oder 40” (iSo 668)
  • Pilotanlage zum Einsatz beim Kunden
  • Zur Vorbemessung, Demonstration oder Leistungsnachweis
  • Einsatzfertig vormontiert auf zwei Europaletten
Maße des Reaktors (Ø x H)
  • Standardgrößen:      3 x 8 m;
    2,5 x 6 m;
    2 x 6 m
  • Sondergrößen auf Anfrage
  • Als Einzelreaktor von 1,4 x 3,5 m bis 3,0 x 8 m
  • In Modul-Bauweise 1,2 x 2,25 m
  • 2,25 x 6 m (20”) bis
    2,25 x 12 m (40”)
  • 0,6 x 2,8 m  (Höhe zum Transport: 2,0 m)
Zulauf je
Reaktor
  • 10 – 1.300 m³/d (abhängig von Abwasserparametern)
  • 10 – 400 m³/d
  • 5 – 800 m³/d
  • 5 – 300 l/h
Organ. Belastung je Reaktor
  • 1,2 – 8 kg CSB/m³/d
  • 50 – 2.000 EW
  • 1,2 – 8 kg/m³/d
  • Kundenspezifisch
Platzbedarf
je Reaktor
  • ca. 4 x 4 m
  • ca. 4 x 4 m
  • 2,44 x 2,90 m
  • 2 x (0,8 x 1,2) m
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Die für Sie passende Lösung ist nicht mit aufgeführt oder Sie sind sich unsicher welches unserer Angebote das richtige für Sie ist? Wir würden Sie trotzdem gern kennenlernen und gemeinsam eine Lösung finden. Bitte nutzen Sie dazu das folgende Kontaktformular oder rufen Sie uns einfach an.

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