Abwasserbehandlung in der Papierindustrie

Die Papierindustrie setzt große Mengen an Prozesswasser ein. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an Abwasserbehandlung und an eine energiesparende Abwassertechnik. Egal, welches Produkt und mit welchem Verfahren eine Fabrik produziert – Wasser spielt dabei eine Schlüsselrolle. Weil seine Aufbereitung kostspielig ist, haben sich Papierhersteller weltweit in den letzten Jahren sehr engagiert, ihren Wasserbedarf zu verringern. Bei der Produktion von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff werden in Deutschland im Schnitt derzeit noch knapp elf Liter Wasser pro Kilogramm Produkt benötigt. In anderen Ländern wird aber teilweise noch deutlich mehr Wasser genutzt. 

  • Abwasserbehandlung Papierindustrie
    Abwasserbehandlung Papierindustrie
  • Papierindustrie Herstellung von Farbpapier
    Papierindustrie Herstellung
  • MBBR Kläranlage Papierindustrie
    mbbr-klaeranlage-papier-industrie
Zwei Abwasser-Wärmetauscher im Einsatz einer Papierfabrik
Zwei Abwasser-Wärmetauscher im Einsatz in einer Papierfabrik

Wärmerückgewinnung aus dem Prozesswasser einer Papierfabrik

Wasser ist erforderlich, um aus Faserstoffen wie Zellstoff, Holz oder Altpapier einen Papierbrei zu erzeugen. Wird Altpapier eingesetzt, dann werden oft dabei mit geeigneten De-Inking-Verfahren die Druckfarben entfernt. Der Papierbrei wird dann mit verschiedenen Zusätzen, wie Füll-, Farb- und Hilfsstoffen, versehen und anschließend in der Papiermaschine zu einer Papierbahn verarbeitet. Dabei wird mit Hilfe von Sieben und beheizten Zylindern der größte Teil des Wassers abgetrennt. Bevor es zurück in den Fluss geleitet werden kann, aus dem es entnommen wurde, muss dieses Abwasser aufwendig gereinigt werden.

Die Papierindustrie zählt zudem zu den energieintensivsten Branchen überhaupt. Abwässer, die erwärmt aus dem Prozess kommen, bringen aber nicht nur Probleme für Aufbereitungsverfahren und Umwelt. Selbst im technisch fortgeschrittenen Europa verliert eine Fabrik mit dem Abwasser Angaben der Papiertechnischen Stiftung (PTS) in München zufolge noch immer Energie im Umfang von 300 Kilowatt pro Tonne. Durch den Einsatz von Wärmetauschern lässt sich diese Energiebilanz deutlich verbessern. Ein Wärmetauscher, welcher für feststoffbelastete Abwässer ausgelegt ist, ermöglicht die Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser, um die Wärmeenergie wieder dem Prozesswasser zuführen zu können.

Kontakt Button

Produktion in der Papierindustrie
Industrielle Papierproduktion

Abwässer der Papierindustrie

Die Abwässer von Papierfabriken enthalten neben Resten der Faserstoffe auch Substanzen wie De-Inking-Chemikalien, Bleichmittel, Prozesschemikalien und Additive. Sie zeichnen sich durch einen hohen chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) aus, und werden überwiegend entweder in werkseigenen oder in kommunalen Kläranlagen zunächst mechanisch und anschließend dann vollbiologisch aufbereitet. 

Um Kosten zu sparen, wird in einigen Werken das Wasser bereits im Kreislauf gefahren. Dazu sind allerdings Probleme wie Aufsalzung, Kalkausfällung, Schaum- und Geruchsbildung zu meistern. Soll das Wasser erneut in der Produktion verwendet werden, muss die Aufreinigung mit hoher Qualität erfolgen. 



Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns

Wir würden Sie gern kennenlernen und gemeinsam eine Lösung finden. Rufen Sie uns doch einfach an oder nutzen Sie das folgende Kontaktformular.

+49 351 40494-300Rufen Sie uns an! Gern beraten wir Sie zu unseren Angeboten für Abwasserbehandlung.